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Kunsthandwerker locken Besucher in die Kaiserstadt - Design-Akademien zeigen Projekte beim Europamarkt

Plakat Europamarkt der Kunsthandwerker

IPR 037 – 25. August 2008

Aachen. Ein Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern ist der Europamarkt der Kunsthandwerker in der Kaiserstadt. An 300 Ständen zeigen 600 Aussteller am 6. und 7. September neue Trends und Produkte, aber auch alte Techniken aus sämtlichen Bereichen handwerklicher Gestaltung. Zu dem kulturellen Großereignis erwartet die Handwerkskammer für die Region Aachen mehr als 200.000 Besucher.
Der historische Stadtkern rund um Dom und Rathaus wird an beiden Tagen zur Kulisse für eine vielfältige, lebendige Werkstatt. Gold- und Silberschmiede, Keramiker, Glasbläser, Korbflechter, Hutmacher, Weber, Schmiede, Steinmetze und Bildhauer zeigen ihr Können und stehen bereit, um Interessenten kompetent zu beraten.
Eine besondere Attraktion bildet 2008 die erste gemeinsame Präsentation von Designschulen in der Aula Carolina, Pontstraße. Auf Einladung der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg zeigen die Kunsthochschulen Maastricht und Hasselt, die Akademie Gestaltung Münster, die Schule für Modemacher Münster und die Hochschule für Kunst und Design Halle ausgewählte Projekte aus ihren Studiengängen. Dabei bieten die Studenten der Designschulen von ihnen entworfene Produkte zum Kauf an.
In drei Jahrzehnten hat sich der Europamarkt zur größten Trend- und Ideenbörse entwickelt. "Die Aussteller kommen aus elf europäischen Nationen und spiegeln die enorme Bandbreite handwerklichen Designs wider", meint Wolfgang Kohl, Organisator des Marktes. Im Kalender der Kaiserstadt nimmt der Kunsthandwerkermarkt einen festen Platz ein.

Seine hohen Beliebtheitsgrad belegt eine Untersuchung der Kammer. 33 Prozent der 2007 befragten Besucher kommen jedes Jahr, 22 Prozent fast jedes Jahr. Immerhin jeder fünfte Besucher legt für die Anfahrt mehr als 70 Kilometer zurück, "nur" 42 Prozent stammen direkt aus Aachen.
Vor allem die Atmosphäre in der Altstadt gefällt den Besuchern. 85 Prozent vergeben dafür die Schulnote "eins" oder "zwei". Insgesamt bewerten 72 Prozent der Befragten den Markt als "sehr gut" oder "gut" und ebenso viele geben an, ein kunsthandwerkliches Produkt gekauft zu haben.
Große Bedeutung messen auch die Aussteller der Veranstaltung bei. 45 Prozent setzen den Europamarkt auf Platz eins ihrer Märkteliste und 28 Prozent auf Platz zwei.

"Die Gestaltungs- und Designtrends der letzen Jahre setzen sich fort", meint Kohl zur diesjährigen Angebotspalette. Materialmix, Experiment und effektvoller Auftritt kennzeichneten viele Objekte, individuelle Accessoires vor allem im Bereich Mode und Bekleidung lägen im Trend. Bei der Farbgestaltung stehe neben schwarz und weiß auch die expressive Farbigkeit in der Gunst des Publikums.
"Die Mischung aus Tradition und Experiment, Gebrauchsgegenständen und Unikaten begründet den Erfolg des Europamarktes. Beim Kunden punkten die Anbieter mit hoher Qualität und individueller Gestaltung", betont Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Kammer. Zum Markt sind nur professionell arbeitende Werkstätten, Mitglieder kunsthandwerklicher Arbeitsgemeinschaften und eine kleine Zahl freier Künstler zugelassen.

Info: Eine Broschüre, (PDF, 2 MB) mit Lageplan der Stände und Ausstellerverzeichnis erhalten Besucher im Info-Zelt der Kammer auf dem Marktplatz. Diese und weitere Informationen finden sich auch auf der Internet-Seite www.europamarkt-aachen.de.

Die Öffnungszeiten des 32. Europamarktes:
Samstag, 6. September, von 10 bis 19 Uhr
Sonntag, 7. September, 11 bis 19 Uhr