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Das Projekt basiert auf der Idee den Talbotplatz anders zu nutzen und eine neue Aufenthaltsqualität zu schaffen.
©Hannah Wilms

Mach mal Platz schiebt sich auf Landesebene nach vorne

Akademie und RWTH Aachen feiern Erfolg

Akademie für Handwerksdesign Termin

Aachen. Das Kooperationsprojekt „Mach mal Platz – Mehr Aufenthaltsqualität für den Talbotparkplatz in Aachen“ hat beim Landeswettbewerb „Zukunft Stadtraum“ des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung 3.000 Euro Preisgeld gewonnen. Beteiligt sind Studierende der Akademie für Handwerksdesign der Handwerkskammer Aachen.

Eingereicht wurde der Beitrag in Stufe I des Landeswettbewerbs durch die studentische Initiative Uni.Urban.Mobil. e.V.. Gemeinsam mit vielen weiteren engagierten Partnern setzt sie sich für die Mobilitätswende und mehr Lebensqualität in Aachen ein. „Durch die Umsetzung des Projekts ‚Mach mal Platz‘ wollen wir unserer Stadt einen Impuls für die zukünftige Gestaltung innerstädtischer Flächen und Belebung des Campus geben“, so Lars Eikmanns aus dem Vorstand von Uni.Urban.Mobil. e.V..

Das Projekt basiert auf der Idee, den Talbotparkplatz – eine circa 6.000 Quadratmeter große Fläche, die seit Jahrzehnten als reiner Parkplatz verwendet wird, temporär anders zu nutzen, um mehr Stadtgrün und neue Aufenthaltsqualität zu schaffen. So könnte nicht nur Hochschulangestellten und Studierenden an Stelle des Talbotparkplatzes ein angenehmeres Arbeits- und Lernumfeld geboten werden, sondern auch den Aachener Bürgern aufgezeigt werden, wie das Aachen von morgen aussehen und sich anfühlen könnte. Aktuell wird mit allen Entscheidern diskutiert, wie eine Umsetzung möglich gemacht werden könnte. Mitstreiter sind auch der Rektor der RWTH, Professor Dr. Ulrich Rüdiger, sowie die Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und ihr Citymanagement-Team.

Das gemeinsame Engagement wurde prompt von der Jury des Landeswettbewerbs honoriert. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach überreichte die Urkunde und das Preisgeld an die Gewinner.

Der ursprüngliche Entwurf für die temporäre Umgestaltung des Talbotparkplatzes stammt aus der Feder des RWTH-Architektur-Studenten Lars König. Der Stegreif-Entwurf entstand bereits während des Semesterprojektes „Mach mal Platz“ im Sommer 2020, welches als Kooperationsprojekt für Studierende der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg der Handwerkskammer Aachen und der RWTH Aachen – Lehrstuhl und Institut für Städtebau von Professorin Christa Reicher (RWTH) und Dr. Petronella Prottung (Leiterin der Akademie für Handwerksdesign) initiiert wurde. Kreativ betreut wurden die Studierenden dabei durch die beiden Dozentinnen Patricia Yasmine Graf (RWTH) und Lies-Marie Hoffmann (Handwerkskammer).

Bis zum 18. Januar 2022 hat die Initiative nun Zeit, den Entwurf gemeinsam mit allen Beteiligten weiter auszuarbeiten und in Stufe II des Landeswettbewerbes einzureichen. Auch dabei werden Studierende der RWTH Aachen und der Akademie für Handwerksdesign im Rahmen gemeinsamer Semesterprojekte in interdisziplinären Teams zusammengebracht, um zum Beispiel geeignete Outdoor-Möbel für die temporäre Fläche zu entwerfen und auch prototypenhaft zu bauen. So könnte der Talbotparkplatz im nächsten Jahr temporär zu einer neuen Frei- und Grünfläche für alle Aachener Bürger werden. Die Akteure setzen sich engagiert für eine Umsetzung im Sommer 2022 ein. Kulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, Freiluftkino – vieles wäre dann dort möglich… 

Info: Weitere Informationen zum Projekt finden Sie im Netz unter www.uum-ac.de/talbotplatz.