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Glückliche Gewinner mit dem Gremium im Kulturzentrum Burg Baesweiler.
©Stadt Baesweiler

Erfolg im Zeichen des Löwen

Identifikation für Baesweiler

Akademie für Handwerksdesign Termin

Aachen/Baesweiler. Wenn Apfelbaum, Bärentatze und Butterbrotbeutel in einem Satz genannt werden… dann ist es erst einmal schwer, eine Verbindung zu finden. Zugegeben, nur Insider – genauer gesagt die Studierenden des vierten Semesters der Akademie für Handwerksdesign sowie einige Verantwortliche der Stadt Baesweiler – können hier einen Zusammenhang erkennen.

Was als spannendes Projekt begann und bereits zur Zwischenpräsentation für Begeisterung sorgte, endete am Dienstag, 28. Juni, im Kulturzentrum Burg Baesweiler mit strahlenden Gesichtern, Beifall und glücklichen Preisträgern.

Die Studierenden hatten im März mit dem Projekt „Identifikation für Baesweiler“ begonnen und präsentierten in den Räumlichkeiten der Burg ihre finalen Konzepte und Produktideen – die die Bewohner der Stadt noch mehr „integrieren und verbinden sollen“, so die Projektinitiatorin und Dezernentin der Stadt, Iris Tomczak-Pestel.

Vielseitig, zielgruppenübergreifend und sehr kreativ zeigten sich die Arbeiten dem Gremium sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern.

Das Komitee – bestehend aus Iris Tomczak-Pestel sowie Dr. Petronella Prottung, als Leiterin der Akademie, und weiteren Vertretern der Stadt sowie dem Einzelhandelsmanagement – hatte im Anschluss die schwere Aufgabe, aus den mannigfaltigen Projekten Sieger zu küren. Intensiv diskutiert und entschieden wurde nach Kriterien wie Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Umsetzbarkeit.

Nach einer intensiven Beratung griff Bürgermeister Pierre Froesch zum Mikrofon und bedankte sich bei allen Beteiligten, besonders den Studierenden sowie den Dozenten Michaela Staab und Axel Müller, für die abwechslungsreichen Arbeiten und fand herzliche Worte für die Gewinner. Und nach der Begeisterung Aller war es nicht verwunderlich, dass es keinen zweiten, sondern zwei Erstplatzierte gab:

Der erste 1. Platz ging an Lukas Amend und Felix Krudewig, die sich der Nachhaltigkeit im öffentlichen Raum angenommen haben und deren Konzept „Mein Baum, mein Baesweiler“ vorsieht, dass die Bewohner Baesweilers Obstbäume für soziale Leistungen erhalten und diese bei einem öffentlichen Fest an einem gewählten Ort einpflanzen dürfen. Das Konzept schafft neben den Aspekten der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes auch noch das Bewusstsein für die (Mit-)Gestaltung des Stadtbildes. Der passende Schlüsselanhänger mit den Pflanz-Koordinaten erinnert den Besitzer immer wieder an die Verbindung zu seinem persönlichen Obstbaum.

Der zweite 1. Platz ging an einen niedlich dreinschauenden Löwen und sein erwachsenes Pendant, grafisch illustriert auf Brotzeittüten, Trinkflaschen und Gläsern. Das Trio um Judith Marek, Sophia Scheffler und Fabian Braun hat eine hochwertige Produktfamilie mit dem Namen „Baesweiler trinkt. Baesweiler isst.“ geschaffen, die konzeptübergreifend alle Generationen anspricht und neben dem sicheren Transport von Lebensmitteln auch gestalterisch überzeugt.

Der 3. Platz wurde an die Designerinnen Ellen Parent und Lena Reinartz verliehen für ihre Idee einer Keramikfliese mit dem Abdruck einer Löwentatze, die zukünftig ausgewählte „Orte, die von Gemeinschaft erzählen“ zieren wird.

Da es noch zwei Entwürfe für die Gestaltung des öffentlichen Raumes gab, die beim Gremium ebenfalls starken Anklang fanden, wurden spontan zwei Ehrenpreise vergeben: Diese gingen an das Konzept einer einheitlichen Hausnummerngestaltung von Rupert Asenkerschbaumer und Milan Dahmen sowie einem skulpturalen Wahrzeichen zum Mitgestalten von Anselm Duvenhorst.

Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 600 Euro gehen in die gemeinschaftliche Semesterkasse, wovon alle Beteiligten bei der nächsten Kursfahrt profitieren – denn so ein Projekt, mit Präsentationen und Vernissage, ist schlussendlich auch eine große Teamarbeit, die die Studierenden vorbildlich gemeistert haben.

Info: Ausstellung der Projekte bis zum 22. Juli im Quartiersbüro „Kreativ“, Kückstraße 21, 52499 Baesweiler.
Öffnungszeiten: montags + dienstags von 15 bis 18.30 Uhr, mittwochs + freitags von 10 bis 13 Uhr, donnerstags von 17 bis 19.30 Uhr, samstags von 10 bis 12 Uhr; sowohl dienstags als auch donnerstags besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sich die Projekte näher erläutern zu lassen!