Peter-Josef Effenberg, Vorsitzender der Stiftergemeinschaft zur Förderung des Handwerks in der Region Aachen e.V., Jens Ulrich Meyer, Vorstand der Aachener Bank, Georg Stoffels Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, Preisträger: Jonathan Jacobi, Lena Richter, Rosalie Buchtal und Andreas Horsky, Leiter der Akademie für Handwerksdesign
News vom 15.07.2026Rosenberger Designpreis 2026 verliehen
Ausstellung bis zum 22. Juli in der Aachener Bank zu besichtigen.
Es sind Arbeiten, die zeigen, wie viel Gefühl, Präzision und Persönlichkeit im Handwerk stecken: 15 junge Top-Talente der Akademie für Handwerksdesign der Handwerkskammer Aachen waren in diesem Jahr für die Rosenberger Designpreise nominiert. Am 7. Juli 2026 wurden die besten Arbeiten von der Handwerkskammer Aachen gemeinsam mit der Aachener Bank und der Stiftergemeinschaft zur Förderung des Handwerks in der Region prämiert.
1. Preis – Rosalie Buchtal: „Ins Blaue hinein – Lyrik und Design“
Die Jury zeichnete diese Arbeit aus, weil sie die Grenzen der Holzbildhauerei auf außergewöhnliche Weise erweitert. Statt dreidimensionale Formen in den Mittelpunkt zu stellen, erschafft Rosalie Buchtal mit Holz, Lyrik und Cyanotypie Bilder im Kopf der Betrachtenden.
Das intensive Blau steht für Weite, Tiefe und Sehnsucht und entzieht den hölzernen Objekten zugleich ihre gewohnte Materialität. So entsteht eine eindrucksvolle Abstraktion, in der Handwerk und Poesie eine seltene und überzeugende Verbindung eingehen. Die Arbeit macht sichtbar, welches gestalterische Potenzial auch in einem Handwerk liegt, das heute oft nur wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Gerade darin sieht die Jury ihre besondere Qualität und zeichnet sie mit dem ersten Preis aus.
2. Preis – Lena Richter: „FÜGEWERK 061“
Die Jury prämierte das Werk, weil Lena Richter ein historisches Möbelprinzip überzeugend in die Gegenwart übersetzte. Ausgehend von den Frankfurter Schränken entwickelte sie ein modulares Stauraumsystem, das durch seine konstruktive Intelligenz und hohe Flexibilität überzeugt.
Besonders beeindruckt haben die handwerkliche Qualität und die Präzision der Ausführung. Hinter der klaren Form verbirgt sich ein Möbelstück, das sich unterschiedlichsten Räumen und Lebensphasen anpasst und damit weit mehr ist, als man auf den ersten Blick vermutet. „FÜGEWERK 061“ verbindet regionale Wurzeln, handwerkliche Tradition und zeitgemäße Gestaltung zu einem stimmigen und zukunftsfähigen Gesamtkonzept – und erhält dafür den zweiten Preis.
3. Preis – Jonathan Jacobi: „Ein Ort zum Spielen“
Jonathan Jacobi überzeugte die Experten, weil seine Arbeit zeigt, dass Gestaltung weit über die Form eines Objekts hinausgeht. Sie versteht den öffentlichen Raum als Ort der Begegnung und macht deutlich, dass gute Gestaltung Menschen zusammenbringen kann.
Mit seinem Entwurf schafft Jonathan Jacobi einen Ort, an dem Jung und Alt miteinander in Kontakt kommen. Das gemeinsame Spiel wird zum Anlass für Austausch, Kommunikation und Miteinander – Qualitäten, die in unserer Zeit wichtiger sind denn je. Besonders überzeugt hat die Jury, dass diese gesellschaftliche Idee mit einer handwerklich durchdachten und konstruktiv raffinierten Lösung verbunden wird. Der Entwurf ist funktional, robust und zugleich offen für unterschiedlichste Nutzerinnen und Nutzer.
Die Ausstellung der nominierten Arbeiten ist noch bis zum 22. Juli kostenfrei im Foyer der Aachener Bank zu sehen.
Öffnungszeiten:
Montag und Donnerstag: 9 bis 18 Uhr
Dienstag und Mittwoch: 9 bis 17 Uhr
Freitag: 9 bis 13 Uhr